TSG aktuell

TSA-Wandertag bei schönstem Herbstwetter

Kennen Sie die Stadt Gleiberg? Natürlich nicht. Aber der eine der beiden Orte von Krofdorf-Gleiberg besaß tatsächlich seit 1331 Stadtrechte! Solche kleinen Schmankerln konnte man während der Wanderung der Tanzsportabteilung der TSG Alten-Buseck erfahren, die bei schönstem Herbstwetter auf Einladung der beiden Vereinsmitglieder Gudrun und Gerd Blumenhein Mitte Oktober stattfand.

 

Für alle auswärtigen Mitglieder bestand die erste Herausforderung darin, im dichten Frühnebel den Treffpunkt beim Krofdorfer Freibad zu finden, aber umso schöner sollte sich der Wandertag dann wettermäßig entwickeln. Nach der Begrüßung der gut 30 Teilnehmer durch die Abteilungsleiterin Daniela Grimm führte die erste Etappe zum Vetzberg, auf dessen bereits sonnigem Burgplateau Phantasie gefordert war, um sich die traumhafte Aussicht ins Gießener Land vorzustellen, denn der Nebel im Tal war leider immer noch gegenwärtig. Umso hilfreicher waren denn auch die Erläuterungen von Gerd Blumenhein zur Historie des Gleiberger Landes, das seit 1816 preußisch und dadurch von Hessen „umzingelt“ war. Und sogar zu dem hartnäckigen Nebel gab es die Erklärung, dass die frühzeitliche Talniederung von Südeuropa bis hinauf nach Skandinavien auch heute noch die heimische Lahnsenke für derartige Witterungen empfindsam zu machen scheint. Der bevorstehende Abstieg vom Vetzberg hätte zwar keiner Stärkung bedurft, aber Daniela Grimm ließ es sich dennoch nicht nehmen, einen hausgemachten Zwetschgenwein zu reichen, der mit großem Wohlwollen bedacht wurde.

 

Vom einen Berge herab und zum nächsten hinauf – das Erklimmen des Gleibergs war angesagt. Die mittlerweile scheinende Sonne ließ so manchen die Jacke gegen eine dunkel getönte Brille tauschen und kleine Haltepunkte wurden gerne willkommen geheißen. Sie dienten einerseits dem notwendigen Zusammenführen der Wandergruppe und natürlich weiteren äußerst interessanten Ausführungen des in Krofdorf-Gleiberg beheimateten Gerd Blumenhein. So erfuhren die Tanzsportler Wissenswertes über den jüdischen Friedhof in Vetzberg, den Krofdorfer Forst, die Übergabe der Burg Gleiberg vom Kaiser an den Gleibergverein und viele weitere heimatgeschichtliche Details. Die Besichtigung der Kirche an der Burg Gleiberg war dann der letzte Programmpunkt vor dem Mittagessen, das sich schließlich alle redlich erwandert hatten.